Abhängig vom gewählten Einsatzbereich und wissenschaftstheoretischen Grundlagen lassen sich unterschiedliche Klassifikationsansätze von Workflow-Management-Systemen unterscheiden.
So können Workflows in Abhängigkeit von der Struktur und Häufigkeit
der Aufgaben folgenderweise unterteilt werden:
Ad-Hhoc-Workflows: steuern seltene Vorgänge
ohne genaue Regeln und Strukturen
(Hilpert, 1993, S.132), häufige Anwendungsart: E-mail
Administration-Workflows: managen wiederkehrende
und geregelte, aber nicht
ausreichend strukturierbare Abläufe, häufige Anwendungsart: projektbezogene,
flexible Abläufe
Production-Workflows: steuern
regelmäßige, feste, wiederkehrende Abläufe, häufige
Anwendungsart: arbeitsteilige Prozesse (Marshak, 1995, S.77f).
Eine andere Einteilung von Workflow Management Systemen ist die Art, wie
sie ihrer Aufgabe gerecht werden. Man unterscheidet drei Gruppen (Böhm
& Schulze, 1996):
Integrated Workflow-Management-Systems:
Sie enthalten alle Komponenten, die für die Beschreibung der Vorgangstypen
und der Spezifikation von Aktivitäten bis hin zur Gestaltung von Benutzeroberflächen
notwendig sind.
Control-& Transport-Oriented Systems:
Sie kontrollieren und transportieren Daten. Ihr Schwerpunkt ist die Steuerung
der Aufgabenausführung. Gleichzeitig ist es möglich, den aktuellen
Stand der ausgeführten Arbeiten abzufragen. Durch den Transport wird
gewährleistet, daß die richtigen Daten dem Mitarbeiter zur richtigen
Zeit zugeführt werden.
Flexible Development Systems:
Hier handelt es sich um reine Entwicklungsumgebungen. Nur durch den Einsatz
weiterer Programme und Zusatzarbeit erhält man eine vollständige
Workflow-Management-Lösung.
Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl weiterer Klassifikations- und
Systematisierungs-ansätze, auf die an dieser Stelle jedoch nicht weiter
eingegangen wird.
Diesbezüglich vertiefende Informationen finden sich in der aufgelisteten
Literatur zum Begriff Workflow bzw. Workflow-Management-Systemen.